Idee einer neuen Marke, Logo, Name etc. Shirt #1

Posted by Damian Peifer on 2. Juni 2017 in Blog

…Nun war es also klar. Die Idee einer eigenen Marke wurde deutlicher, doch wie kam es nun zum Logo und somit zum ersten Shirt?

Nach meinem Abitur war meine Weltanschauung von einem besonderen Dokumentarfilm äußerst geprägt worden, hinzu kam 2014 ein Song von einer meiner Lieblingsbands, welcher meine Meinung zur diesem ganzen Miss-Stand veranschaulichte.
Es war die Doku „Home“ von Yann Arthus-Bertrand, welche wir in der 13. Klasse, im Erdkunde LK gesehen hatten. Sie legt äußerst strukturiert dar, inwieweit sich die Welt und der Mensch seit, Anbeginn verändert haben. Diese Doku ist frei auf Youtube verfügbar und ich kann sie jedem nur empfehlen, wer sie noch nicht gesehen hat.
Um ehrlich zu sein, war ich beim Verarbeiten dieser Doku und von „We feed the world“ so innerlich aufgewühlt und wütend, dass ich mir wünschte, Politiker und einflussreiche Personen, würden doch bitte etwas verändern oder sollten ihren Job wechseln.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass meine Anforderungen groß sind und es Menschen in einem System sind, ein System, indem Wirtschaft, Geld und ein erfülltes Leben wichtiger sind als bescheidene Zufriedenheit, oder ein bewusstes Leben und Denken. Ferner, selbst obwohl wir es zum Teil besser wissen, schaffen wir es nicht unseren Lebensstil anzupassen, denn, wenn wir es täten, wir in unserem Leben eingeschränkt wären. Zum Beispiel sind nachhaltige Güter für einige Personen einfach zu teuer, sodass sie sich nicht jeder leisten kann.

Ohne nun weiter in die politische Tiefe zu sinken, hier jenes Zitat aus dem Lied, welches sehr gut darlegt, wie die Welt heute aussieht. Ich habe jedes Mal Gänsehaut ab dieser Stelle:

Interpret: Being As An Ocean
Song: Death’s great black wing scrapes the air

Children are still starving
Doubled over in pain from the grumbling…

….Men killing their dearest in a fit of rage
Instead of putting the past behind, turning a new page
Mothers drown their babies in their sleep
As a reprieve ‚cause they don’t know the next time that they’ll eat

We still defile and abuse the innocent
Like items to be sold or owned
Slavery and prostitution is no place for a nine year old
So rage, cry out at the angry sky
Let the emotion fall from your eyes
I tell you the truth
YHWH rages with you
He hears your frantic pleas
Believe me when I say, „He is not some distant thing!“
If you’re quiet for a while, you might just hear Him breathe
He’s stood at the bedside of the lowly
Shoulders heaving, His head in His hands
Grieving with a Father’s heart, come to retrieve another wayward lamb

It’s up to us to hold each other’s dignity
Recognize we’ve chosen the wrong enemy
Hate, ignorance, and inhumanity are what we should be battling
Now’s the time for knowledge
Now’s the time for truth
Humanity has already suffered so much abuse
We must take responsibility, do away with apathy
Unlearn society’s teachings
To be blind and selfish
Because what you must learn
Is that the problem is us

 

Die Message hinter dem Ganzen soll nicht allzu negativ gesehen werden, aber der Text legt dar, wie die Welt heutzutage ist.
Bei der Unternehmensgründung habe ich dieses Lied unzählige Male auf repeat gehört, zum einen aus musikalischen Aspekten, aber das starke lyrische Ende hat mir sehr zu denken gegeben. Ferner habe ich mein eigenes Handeln und meinen Glauben hinterfragt, da jedes Tun in unserer Gesellschaft Auswirkungen auf unseren Nächsten hat („Unlearn society’s teachings to be blind and selfish“). Auch welchen Einfluss unser Konsum für entfernte Menschen auf dieser Welt nimmt („We still defile and abuse the innocent like items to be sold or owned“).

Ich kam zu dem Entschluss, dass es doch möglich sein muss, in heutiger Wirtschaft etwas zu schaffen, was nicht so belanglos ist und mehr Tiefgang nimmt. Ferner müssten Unternehmen doch so gestaltet sein, dass sie den Unternehmern, den Menschen als auch die Umwelt gleichzeitig berücksichtigen. Die BWL versucht, einfach gesagt, menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, wir verlangen nach einem Gut und bekommen es. Aber was steckt hinter all dem? Ist es nicht an der Zeit zu realisieren, dass unser Konsum Armut in anderen Ländern verursacht, er Auswirkungen auf Umwelt und Trinkwasserversorgung hat? Lederproduktion, Färben und Kunstfaserproduktion werden ja nicht nur wegen den billigen Arbeitskräften in andere Länder ausgelagert, sondern auch weil wir die Kosten und die Verschmutzung von lokalen Gewässern und Luft nicht ertragen wollen. Hatte man doch Gerbereien früher außerhalb der Stadt, weil sie stanken und das Wasser verunreinigten. Da begibt man sich heute in Länder mit geringen Umweltauflagen.
Dyami siedelt sich derzeit leider nicht allzuweit weg von all dem an. Zwar werden die Textilien in Indien gefertigt. Andererseits aber wird biologisch, wasser- und CO2 – sparend produziert. Auch haben Arbeiter in den Nähereien feste Mindestlöhne und die Freiheit in einer Gewerkschaft neue Tarife zu verhandeln. Dies ist ein Grundstein, welcher der allermindeste Standard heutiger Produktion sein muss (derzeitiger Produzent Continental Clothing, Infos, wenn ihr den Katalog unter Info herunterladet)

Das Ziel ist es, mit Dyami Clothing, diesen Standard mindestens zu halten. Darüber hinaus könnt ihr bei der ganzen Sache mitentscheiden, durch eure Stimme kann es möglich sein innerhalb der EU, oder sogar in Deutschland, eine Produktion aufzubauen. Dies ist angestrebtes Ziel, welches es einen entscheidenden Faktor hat. Und zwar den Preis, den wir als westliche Gesellschaft bereit sind zu zahlen. Klar sind die Preise bei Dyami nicht sonderlich günstig und ich kann es verstehen, dass einige nicht bereit sind diesen zu zahlen. Aber leider besitzen wir keine hohe Absatzmenge um die Fixkosten geringzuhalten. Derzeit liegen die Fixkosten (an reinem Material, ohne Designkosten) bei circa 20 €, dann werden noch 3€ gespendet und auf lange Sicht ist es das Ziel, die Marke am Leben zu erhalten. Daher ist ein Preis von 35-40€, bei heutiger nachhaltiger Mode, gerechtfertigt.
Aber für diesen Preis sollt ihr auch dementsprechend etwas bekommen. Wir haben vor, Klamotten langlebig zu gestalten, dass ihr lange was davon habt, oder sie immer noch mit einer gewissen Grundqualität in einem Kleiderkreisel loswerden könnt (hier planen wir auch noch was).

Letzten Endes waren alle diese Gedanken ausschlaggebend für das Logo und den Namen. „Dyami“ heißt übersetzt Adler in der Sprache der nordamerikanischen Ureinwohner. Und ich als Gründer fand diese Bezeichnung äußerst passend für ein Streetwearlabel. Wir hatten beim ersten Gründungsversuch ein sehr starkes Faible für Indianer (daher der Vogel). Aber die Idee heute geht etwas weiter. „Dyami“ will eine transparente und bewusste Marke sein, die es mit Mode schaffen will, etwas mit Qualität, Fairness, Ästhetik und Individualität zu tragen. Des Weiteren schafft sie es vielleicht neben der Kleidung auf Dinge aufmerksam zu machen, die uns nie so ganz bewusst waren, sie aber in unserem Leben eine Rolle spielen, oder uns sogar indirekt betreffen.
Hierbei fanden wir einen Adler als weises Tier, mit gewisser Fernsicht und mit der Funktion als Botschafter sehr treffend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.